Mittwoch, 28. März 2012

True Love Remains (song)

dedicated to the true ones


True Love Remains (click to listen)

I saw you from far away
the same smile even though years passed by
Thoughts struggling all on the way
What should I say?

I made up for one embrace
Feelings where all my words fail
Thousand years could have passed
It feels like we've seen yesterday

The distance can't swallow
Friends stay friends
Time can't eat what is real
Travelling filters, time is a sieve
True love remains

We talk like I've never left
We laugh till it hurts in chest
When 80 years on our back
Silent memory of times I'll call best
When you have been by my side
When you have been by my side

I'm so glad to hold you in my arms again
Won't leave you again
when I hold you in my arms again

Montag, 12. März 2012

Southafrica - zwischen Weltmeeren

Unschlüssig lassen die Wolken leichten Schauer fallen, doch richtiger Regen bleibt aus. Nach ein paar Tagen praller Sonne, trauert diese Welt nun. Mein erster Blick auf Festland aus dem Quadratfenster des Fliegers, hat mir einen ersten Eindruck von Südafrika gegeben, der sich schnell groß entwickelt hat, bis zu der Einstellung, die ich nun diesem Land gegenüber habe. Während Traumhäuser auf weitem Land vorbeirauschen, wo der nächste Nachbar fast außer Blickweite wohnt, überfliegen wir den eingezäunten Hüttenkomplex, der nur schwer von einer Müllhalde zu unterscheiden ist – Townships. Wir landen, laufen den Flughafen entlang und alles ist weiß, außer der Bedienung in den Fastfoodrestaurants. Bei einem kurzen Tritt aus dem Terminal treffen wir auf die neusten Modelle deutscher Autos. Geschockt nehmen wir den Anschlussflug nach George und fast ausnahmslos ist das Flugzeug mit weißen Südafrikanern gefüllt.
In George werden wir von David und Flo am Flughafen erwartet und treten unsere fast zweistündige Reise nach Plettenberg Bay an über die Gardenroute, der vielleicht schönste Highway der Welt. Durch Bergtäler, an unzähligen Seen vorbei, durch Waldgebiete und oft mit schönstem Blick auf den indischen Ozean passieren wir links Security Resorts der Reichen und rechts die Townships. So paradox klingt diese krasse Trennung von Arm und Reich in einer so schönen Naturwelt.
In einem luxuriös, eingerichteten Hotel werden wir einquartiert mit eigenem Bad und Badewanne, einer Bar, vollem Kühlschrank, Fernseher und Federbett. Ein Schock für jemanden, der grad aus tansanischer Hüttenwelt angereist kommt. Die Seminartage gestalten wir ganz frei und ohne großes Raster. Eindrücke werden reflektiert und bereits gewonnene, seelische Schätze herausgearbeitet – Bildungsurlaub am Strand, bei einer Wanderung über den Robberg und bei gutem Essen im Spur. Nach fünf Monaten wurde ich endlich wieder an den Geschmack eines guten Burgers erinnert und mein Geld fliegt dahin für gutes Bier.
Eine sehr ausgefüllte Woche in denen Träume wahr werden. Nach 21 Jahren reite ich zum ersten Mal eine Welle und versuche die Gewalt des Ozeans zu kontrollieren und von dem Surferfreiheitsgefühl zu naschen. Nach zwei Tagen habe ich Ganzkörperprellungen und mein Bauch ist blutgereizt und ich liebe diesen Traumsport.
Ich nähre mich immer mehr dem Rand der Brücke, wo es über zwei Hundert Meter in die Tiefe geht. Mit den Zehen über dem Abgrund, atme ich tief und springe gefasst und genieße die sechs Sekunden Freiheit, bis mich das Seil an meinen Füßen wieder zurückholt und ich kopfüber in schöner Landschaft baumel. Die höchste Bungeebrücke der Welt – tick.
Bei einem Blick auf Südafrikas Landkarte werde ich von Afrikas südlichsten Punkt gereizt und schnell stehen wir mit ausgestrecktem Daumen am Straßenrand auf dem Weg nach Cape Agulhas, dem Grenzpunkt zwischen indischem und atlantischem Ozean. Auf den Ladeflächen der Farmertrucks reiten wir immer weiter in den Süden. Der zwei Stunden Fußhike durch die Wüste gibt mir das Gefühl, dass die Welt mir allein gehört und lässt mich Wasser zutiefst schätzen. Wenn Wasser in der Wüste knapp wird, ist das Pfützenwasser der Schafe auf dem Feld eine richtige Versuchung. Wie gut es tut, Gutes mal zu missen, um es anschließend richtig zu genießen. Nach weiterem Lift und letztlich etwa 400 km Weg im Rücken, checken wir im Backpackers ein und geben uns der Magie des Meeres hin. Der menschenleere Strand lässt mich einfach loslaufen mit sich ständig durchkämpfenden Lächeln im Gesicht. Ich kehre wieder um und treffe auf Krespo, der die Ruhe in der Nähe des Meeres sucht für Besinnung zu Gott. Ohne groß an der Oberfläche zu schwimmen, sprechen wir eine Stunde lang über sein Leben im Township, wie Gott doch alles ist, wie hart das Leben mit den Weisen ist, über die Diskriminierung der Schwarzen, die schockierende HIV Rate von 75 Prozent an seiner alten Schule, das nächtliche Unzuchtleben, bis mir kalt wird und ich laufe. Eine der wenigen Begegnungen, die prägen und den Verstand umkrempeln. Ein schockierendes Gespräch über die Glaubens- und Sündenwelt der Schwarzen. Nachdem ich fünf Monate weiß unter schwarz gewesen bin, liegen sie mir ganz besonders am Herzen, doch ich merke, dass sie mir hier mit gerechtfertigter Abneigung begegnen. In den Köpfen der Weisen herrscht Apartheiddenken, bestätigt durch rassistische Kommentare, doch mir begegnen sie liebevoll, offen und geben ein Freiheitsgefühl weiter, dass an anderen Orten fehlt. Nur zwanzig Prozent der Bevölkerung sollen scheinbar weiß sein, doch wer in die Innenstadt geht, am Strand liegt, in Bars ein Kühles trinkt, bekommt das Gefühl, dass alle weiß sind. Von dem Leben in den Townships wird wie von einer Kriminalwelt gesprochen, von der ich selbst nach meinem kleinen Besuch nichts bemerkt habe. Selbst der nächtliche Barbesuch gibt uns das Gefühl, dass sie sich freuen, dass sich jemand in ihre Welt rein traut. Das Bild, dass hier vollkommen Hurerleben geführt wird, ist leicht zu glauben, wenn man ihren Umgang miteinader kurz beobachtet. Jeder zweite in einem Township soll Aids haben und fast alle rauchen Gras und Alkohol wird über den Tag hinweg geschluckt. Dass jemand sein Leben bei einem Messerüberfall verliert, erregt nicht groß Aufsehen.
Mit Fahrrad schaffen wir auch die letzten sechs Kilometer bis ein ganzer Kontinent hinter uns liegt. Geographisch gesehen ein gewaltiger Ort - Weltmeere ringen miteinander.
Die Zeit am südlichsten Punkt Afrikas haben wir mit viel Bier und einer Nacht im völlig leeren Club vertanzt. Selten hat Tanzen so Spaß gemacht, wenn die Musik nur für dich spielt und dir der ganze Club gehört.
Morgan William, der Skater, der den ganzen Kontinent per Anhalter durchkreuzt ist, als Photograph arbeitet und gerade von zuhause geflohen ist, um ein Neues Leben in England anzufangen, bringt zum Nachdenken. Nachdem er mich gnadenlos bei ein paar Runden Skate auf dem Highway nieder gemacht hat, wir über Gott und die Welt gesprochen haben, rollt er nur mit Skateboard und einer Jacke einem neuen Leben entgegen.

Der krasse Unterschied von arm und reich, schwarz und weiß ist nur schwer zu schlucken, doch im Gesamtbetracht ist Südafrika ein Traumland für individuell Reisende. Ich lasse Südafrika, das nur so wenig von Afrika hat, hinter mir und kehre zurück in mein Township, Tanzania, meine Heimat.
Welt bricht auseinander und ich mache mir mein eigenes Bild davon. Ich bin der fragend Reisende und Liebe ist die Antwort.

We got more of everything



So viele Dinge tut man fuer den Gewinn, den Ruhm, Ehre und Stolz und
verliert alles. Einer Leidenschaft folgend finde ich alles, was ich
zum Leben brauche. Was nuetzt mir die Welt, wenn ich meine Seele
verliere. Doch wie schoen ist sie, wenn man weiss wofuer, wovon und
fuer wen man lebt. Ich kreuze den letzten fuer mich unerschlossenen
Teil Afrikas und komme Afrikas Spitze immer naeher und Heimat ist
immer weiter entfernt. 10000 Meilen liegen etwa zwischen dem, wer ich
war und wer ich gerade bin. "When I first start traveling". Anfangs
hing mein Herz noch so an Dingen, die mich ausmachten, doch Zeit
vergeht und Herz veraendert sich und laesst los. Ich fliege. Der
rechte Fluegelarm des Fliegers sagt: "Do not walk outside this area",
doch viel zu weit bin ich nun hinausgetreten. Waehrend ich die
tansanische Tageszeitung auf Kiswahili lese, auch wenn noch nicht in
jedem Detail verstehe, den Kids schwer Tschuess gesagt habe, durch
etwa sechs briefliche Liebesgestaendnisse motiviert bin bald zurueck
zu kommen, komme ich zunaechst mit Bus in Dar Es Salaam an und merke,
dass diese Stadt eine ganz andere ist, wenn man irgendwie dazu
gehoert. Sprache oeffnet unglaubliche Tueren. Die Taxifahrer sind auf
einmal Freunde und weiss zu sein macht fast Spass, wenn man immer
wieder erstaunte Dankbarkeit ausgesprochen bekommt, dass man sich so
der Sprache, der Kultur hingegeben hat. Ueber die Witze des Kondakters
(Schaffner) kann mitgelacht werden und Mzungukommentare werden
gekontert. Ich treffe Joseph in der Stadt und unsere Unterhaltung
findet ausschliesslich in Kiswahili statt, zur Verwunderung all der
Weissen, die ebenfalls im YMCA speisen. In Korasini, bei Tabeas
Strassenjungs, wird mir nochmal klar, was fuer einen heftigen Dienst
diese Frau im Verborgenen tut. Noch bis spaet in den Abend erzaehlt
sie mir Davids Lebensgeschichte, dem Typen, den ich beim Eintreten
kurz getroffen habe.
 
[zenziert - frag nach, wenn Interesse]

Jeder von Tabeas Jungs hat unglaubliche Geschichten und auf den Strassen,
auf dem Pikipiki, auf dem Schiff erzaehlen mir Leute von ihrem Leben,
von ihrer Gegenwart, ihrer Zukunft und ich schlucke - in welch
Gegenwart wir leben.


Ich bin auf dem Weg nach Suedafrika, afrikanischer Fluchtort,
afrikanisches Europa, der Himmel in Afrika, gepraegt von hohem
Lebensstandard und den Townships, von gehobener Gesellschaft und den
Schwarzen, die um ihr Leben kaempfen. Ich bin gespannt, wie dieser
Teil Afrikas auf mich wirkt und wieviel von der Apartheid noch zu
spueren ist. Zwei Wochen werden nicht reichen um alles zu fassen, doch
einen kleinen Eindruch werde ich sicherlich erhalten. Das Flugzeug
setzt nun zur Landung ein und ich freue mich in zwei Wochen in meine
afrikanische Heimat zurueck zu kehren.

Dienstag, 21. Februar 2012

Afrikanischer Alltag

Nachdem anfangs alles neu, alles fremd, alles aufregend war, lebe ich nun im afrikanischen Alltag. Ich beginne meinen Tag damit die Kinder aus dem Bett zu reißen, reite sie über afrikanische Offroadstraße zur Schule. Dann suche ich mir Arbeit in der Shamba, pinsel durch die Gegend, lege Fundamente, spiele hier und da Fundi (Handwerker), räume Lager ein, um es später wieder auszuräumen, buddel Löcher in den Boden und erledige Einkäufe. Zur Mittagszeit, wenn die Sonne senkrecht auf den Kopf knallt geht es durch Morogorowelt und ich komme mit Kindern zurück. Am Nachmittag bin ich Mwalimu Paulo (Lehrer) und unterrichte Englisch in Kiswahili und wunder mich, dass es funktioniert. So wie überall nach einiger Zeit, lebe ich in Gewohnheit und mit Ehrfurcht begegne ich ihr. Gewohnheit lässt dich vergessen wo du bist, raubt dir die Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge, lässt dich vergessen zu danken oder man dankt aus Gewohnheit ohne nötigen Ernst. Gewohnheit nimmt dir die Fähigkeit zu schätzen. Vor Gewohnheit bin ich einst geflohen und finde mich wieder in Gewohnheit.
Ich bete für die erste Liebe, die mir die erste Zeit so besonders gemacht hat und mich sprachlos dieser Welt gestellt hat. Ich bete nicht den Sinn zu verlieren, in meinen Taten und das einzig richtige Motiv der LIebe zu gebrauchen. Ich bete für anhaltende Freude, trotz gelegentlicher Mutlosigkeit. Wo ich anfangs der Exot in einer exotischen Welt war, gehöre ich heute einfach dazu und es raubt ein wenig die Motivation, wenn man keine Dankbarkeit verspürt. Heute laufen mir Biana und Ratifa entgegen und übergeben mir einen Brief von Rehema, der mich trotz einfacher Worte fasst zu Tränen gerührt hat. Für jede noch sie kleine Tag spricht sie aufmerksam Dank aus und schätzt, dass ich mich ihrer Welt hingebe und schließt mit den Worten. „I love you so much“. Ich realisiere, dass hier das erste Mal konkret Dank ausgesprochen wurde und schätze es vom tiefstem Herzen. Wo ich vorhin noch an dem Sinn meiner Taten gezweifelt habe, wächst neue Motivation. Zu Abend habe ich ein halbes Dutzend Briefe zu beantworten und verstehe ich bin geliebt an diesem Ort. Ich merke wie sehr ich sie liebe. Die kleinen unbedeutenden Momente, die keinen interessieren, machen den Alltag so besonders.
Kaka Benni ist zur Zeit mein Mitbewohner und ich habe einen Seelenverwandten in ihm gefunden. Er ist Opfer der Flutkatastrophe in Dar Es Salaam und hat sein ganzes Hab und Gut verloren, samt Kleidung und Möbel. Ein Bett ohne Matratze ist ihm geblieben. Ein paar meiner Kleidungsstücke gehören bereits ihm. Die Gemeinschaft mit ihm tut mir gut und ich lache herzhaft und fühle wachsende Freundschaft, die noch lange hält.
Übermorgen besteige ich den Flieger nach Südafrika für das Zwischenseminar und bin gespannt wie diese Ecke Afrikas auf mich wirkt. In Plettenberg Bay ist die höchste Brücke weltweit, von der ein Bungeesprung möglich ist. Wer weiß, ein Sprung hinaus aus der Gewohnheit?

Mein Typhuswert ich noch nicht gesunken, ich fühle aber keine Symptome. Verharrt bitte im Gebet!

In Liebe

Dienstag, 7. Februar 2012

Mein Ringen

Alles, was auf mich wirkt ist so momenthaft und sprunghaft, dass nicht einmal meine Seele alles gefasst bekommt, wie soll Verstand da hinterher kommen? Mit Verstand wird geschrieben, doch mein Herz hat so viel zu sagen, was Stift und Papier nur begrenzen. Und immer wieder klage ich und finde mich wieder mit diesen einleitenden Zeilen, die die Unvollkommenheit des Geschriebenen entschuldigen. Immer wieder greife ich zu denselben Worten und Fachbegriffe, die minimalisieren, fehlen mir. Ich schreibe, weil ich alleine bin - ich schreibe, um zu sehen, dass ich nicht alleine bin.

Solange quält man sich mit seiner Unzulänglichkeit, bis man sie eingesteht und erkennt, dass man doch nicht alleine ist. Ein oder zwei Talente hat mir mein Herr mit auf den Weg gegeben, mit denen ich mich durch die Welt kämpfe. Nur so leicht bepackt habe ich Heimat verlassen, doch der Gebrauch schafft mein Ringen.
Ich schreibe, spiele die Saiten, dichte und singe mit gegebener Leichtigkeit. „ich kann“ spricht meine Seele und lässt mich glücklich, doch stolz. Erinnerung sticht mir in den Kopf und zeigt mir mich selbst vor Menschen, die bedauernd schweigen, als ich mich dermaßen in der Wortwahl mit irreführendem Gedankengang vergriffen habe. Ich versinke in meiner Schwachheit und grabe tief für die ein oder zwei Talente. Stolz zieht in die Höhe, während meine Schwachheit mit vollem Gewicht der Gravitation nachgibt. Ich zerreiße mich selbst.
Geist, gib mir Dein Maß und lass all meine Stärke meine Schwachheit sein, durch die Du stark bist. Ich habe keine Stärke, die nicht durch Dich aus Schwachheit heraus gewachsen ist. Von mir wegblickend, hoch hinauf, schaue ich.

Ohne große Gedanken, nimmt der halb bekleidete, belustigende Mann meine Aufmerksamkeit mit den Worten: „Wir sind uns ziemlich ähnlich, da wir den gleichen Vater haben, aber verschiedene Mütter.“ Nach scherzhaftem weiteren Vergleichen, verabschiedet er sich schnell: „Wir treffen uns dann morgen wieder hier!“  Ich befinde mich in einer leicht belebten Gasse irgendwo in der Stadt. Wie erleichternd diese Erkenntnis von einem Schwarzen, auch wenn von der Gesellschaft vielleicht für verrückt Erklärtem, vermittelt zu bekommen…

Ich ziehe weiter und meine Gedanken bleiben an dem in einem Reifen sitzenden, von der Masse umjubelten Mann hängen. Lachend und applaudierend erfreut sich die Menge an ihrem Erfolg und feiert den Umzingelten. Regungslos sitzt er da, während seine Frau bei schwachem Licht der Öllampe, mit ein paar Eimern Wasser und vielleicht drei Kindern auf seine Rückkehr wartet. Das Wasser steht schon über der Flamme und braucht seine Zeit, bis es bei der schwachen Glut zum Kochen kommt. Das Verkaufen von tansanischen Flaggen, hat sich der Vater im Reifen zum Beruf gemacht und reicht nicht aus um seine fünfköpfige Familie durchzubringen.  Not gibt Mut zu unvergesslicher Tat.  Sein Tageslohn hat heute nicht für den Einkauf des Ugalimehles gereicht und das Wasser mit dem aufsteigenden Dampf siedet schon. Nur ein Handgriff, genug für den heutigen Abend, um morgen einen neuen Versuch mit seinen tansanischen Flaggen zu starten. Nur eine Handvoll brauchte er zum Leben an diesem Abend. Eine Handvoll hat gereicht. „Mwizi, mwizi“ waren die Worte, die das Schauspiel mit dem Reifen eingeleitet haben. Die Worte, mit denen sie ihren Erfolg rechtfertigen, während ich völlig entsetzt im Kreis stehe und an das bereits abgekochte Wasser in der Lehmhütte denke.
Zakarias Beschreibung von diesem, von ihm gesehenen, verkohlten Mannes im Autoreifen, hat mich an seine mögliche Geschichte denken lassen, die er keinem erzählen kann und mich sie einfach erfinden lassen hat, doch so wahr ist sie in dieser Welt. Es waren die Leute, denen ich täglich auf der Straße begegne, die mich stets grüßen und mich drängend zu sich nach Hause einladen, um ihren letzten Sack Ugalimehl aufzubrauchen. Es waren eben diese Leute, die lachend im Kreis standen. Jeder, der versucht einen Dieb zu verteidigen, darf sich ihm anschließen und seine letzten Minuten brennend in einem Autoreifen verbringen oder man wird ans Kreuz gehängt.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Tiefere Gewässer

Irgendwo in etwa 2000 Meter Höhe öffnet der Berg unter mir seine Ader. Fließend bahnt sich der neugeborene Fluss einen Weg in die Tiefe, reißt sich an Felsen vorbei und springt meterhohe Klippen hinunter. Rauschend zieht er auch an mir vorbei und hat mir über Jahre die Landschaft saftig grün ausgemalt. Am Flussufer strecken sich etliche Bäume in die Höhe mit Lianen, die sich in den Baumkronen festgeklammert haben und ihre Füße im Wasser baumeln lassen. Die Wolken über mir halten alles in trüber, schlafender Stimmung. Abgesehen von der Krabbe unter dem Felsbrocken neben mir, die sich durch ein kurzes Winken bemerkbar gemacht hat, den Ameisen, die mich mühevoll erklimmen und meine Aufmerksamkeit für ein kurzes Wegschlagen erhalten und dem scheinbar einzigen Bewohner dieses Regenwaldes, der Holz schleppend an mir vorbei gezogen ist, bin ich alleine hier. Das Klimpern der Natur ersetzt den Lärm der Kids. Letzten Samstag befanden wir uns an eben diesem beschriebenen Ort samt allen Kids und Mitarbeitern und haben uns an den Lianen vor mir vergnügt. Unglaublich mit welch einer Freude sie mit dem Fluss gespielt haben, ihn für kurzen Moment überflogen haben oder mit einem leichten Sprung gebrochen haben. An meinen Rücken geklammert, bitten sie mich sie in tiefere Gewässer zu führen, um kurz der Welt durch ein Abtauchen zu entfliehen. Hier, auf schwarzem Kontinent, auf tansanischem Land, im schönsten Regenwald, auf hartem Felsen, in großer Welt, sitze ich nun und spüre Seinen Blick. In vielen Jahren wird dieser Ort, dieser Moment, diese Zeit, das sein, wonach ich mich zurücksehnen werde. Wo werde ich in vielen Jahren sein? Was mache ich in dieser Zeit und wie werde ich sie in vielen Jahren betrachten. Was macht sie aus mir? Wohin führt mich derjenige, der mich mit Seinem Blick begleitet und was sieht Er, wenn Er kurz in die Zukunft blickt? Das sind die Fragen, die mich beschäftigen, wenn ich durch Regenwald einen Weg zur Stille gefunden habe. Ich merke, dass in mir alles gar nicht so still ist und wünschte mir ein wenig mehr Ruhe.

Gott gibt mir auf wunderbare Weise besondere Begabung im Erlernen der Sprache, auch wenn ich noch bei einigen Gesprächen versage, komme ich doch schon sehr weit, zum Wohlgefallen der Kids, die mir die größte Hilfe sind. Die Beziehungen werden immer persönlicher und die Kinder immer offener. Ich habe ohne Stock eine etwas schwerer zu erreichende Autorität gewonnen und merke, dass zählt, was ich sage.

Eine kleine Verwunderung will ich hier noch ausdrücken. In einer unserer abendlichen Andachten erzählt Felista davon, wie wichtig es ist Vater und Mutter zu ehren und stützt sich auf eine Stelle im Epheserbrief. Leider hat meine Konzentration nicht gereicht um ihren Gedankengang komplett zu verstehen, aber fragend sitze ich mit Gitarre im Schoß auf dem Sessel und frage mich wen sie wohl mit Vater und Mutter meint. Was versteht ein Kind unter Vater und Mutter ehren, wenn es keine hat. Ich schaue in die Runde und sehe Bibi und Dada Agnes und ich finde mich in diesem Kreis [...]

Sonntag, 8. Januar 2012

Vom Haupt zum Fuß

Samstag, 10.12.11

Moshi, vor dem Haupt Afrikas, dem Berg mit Königsgewand, Kilimanjaro. Mr und Mrs Street haben ihr Leben dem Dienst hingegeben und leben nun in einem Traumhaus und völlig benommen habe ich heute das erste Mal warm geduscht. Sieben Stunden lang sind wir von meiner afrikanischen Heimat Morogoro  in den Norden vorgedrungen, wo die Regenzeit bis zum Grün gekämpft hat und Mbuyu (Affenbrotbaum) Blätter an den Wurzeln trägt. Die ersten Schirmakazien schmücken die Landschaft und weite Blicke sind gegeben. Die Maasaisteppe haben wir östlich passiert, um über Moshi hineinzutreten. Doch zunächst einmal heißt es dem König der Berge die nötige Ehrehrbietung zu erweisen. Bis jetzt hat er sich hinter Wolken versteckt und sein Angesicht verborgen. Dankbar freue ich mich über all die Blicke und Eindrücke, die ich erleben und genießen darf.

Einschnitt – ein paar Tage zuvor gehe ich gemeinsam mit Tina auf Familienbesuch zu Klein Tina. Die Mama, die unserem Auto im Schnellschritt hinterher rennt, weil wir ihre unauffälligen vier Wände übersehen haben, ist vor einer Woche hochschwanger die letzten paar Hundertmeter zu ihrer Schwester gelaufen, als sie gemerkt hat, dass ihre Fruchtblase geplatzt ist. Eine Geburt im Krankenhaus konnte der Vater Klein Tinas mit den Bechern Holzkohle, die er vor seinem Zweizimmerhaus verkauft, nicht finanzieren. Einen anderen Job als einen Sack Kohle für ein paar Shilling stückweise an die vorbeiziehenden Nachbarn zu verteilen, kann der Mann nicht ausführen, seit ihm ein LKW vor einiger Zeit beide Beine unbrauchbar gemacht hat. Eine Stunde hat Klein Tina gebraucht, bis sie das Licht der Welt erblickt hat. Eine Woche später sitze ich, in der mit ein paar Decken eingerichteten „Wohnung“, auf dem Boden und halte Klein Tina im Arm mit Blick in ihre dunklen Augen. Zwei ältere Geschwister hat sie, mit denen sie die vier Kanister Wasser, den Sack Kleindung in der Ecke und Mama und Papa teilen muss. Papa, der eigentlich gar nicht Papa ist, weil Mama fremd gegangen ist, erzählt lächelnd und begeistert von der schnellen Geburt. Ihren Namen erhält Klein Tina von der Missionarstochter mit dem selbigen Namen, die sich mit 20000 Shilling verabschiedet. Ein Monatslohn für den Kohle verkaufenden, kriechenden Familienvater -

Auf der Straße sieht man edle  Frauen mit erhobenem Haupt und prächtiger, sauberer Kleidung und schön geflochtenen Haaren, die Straße entlang gehen. Zuhause angekommen, schlafen sie auf einer mit Stroh unterlegten Decke in einem fünf Quadratmeter Hütte aus Lehm und Stroh.



Montag, 19.12.11

Von Moshi durch den Marktgeschrei der Metropole Arusha wird es immer ruhiger, je weiter wir in die Massaisteppe fahren. Bis wir letztlich so weit vorgedrungen sind, wo Mensch noch im Einklang mit Natur lebt. Massai ziehen mit riesigen Herden immer wieder vorbei während wir nochmal das Kindercamp durchdenken. In einer Woche wurde ich von dieser wirklich spannenden Kultur gefesselt und freue mich über diesen kurzen, aber doch intensiven Einblick. Die Lobpreiszeit mit lautem Kimaasaigesang wird mir bis zum letzten Tag in Erinnerung bleiben. „Siku ya mwisho tutapewa mabawa, tutaruka kama ndege wa amgani“ ist die kiswahili Übersetzung für das Gänsehaut bereitende Lied.

Zurück in Arusha - Kindheitsträume werden heute wahr. Große Welt wird immer kleiner. Die tierreichste Gegend der Welt wartet darauf von mir erblickt zu werden. Zwei Millionen Tiere ziehen in einem intakten Ökosystem im Kreis herum und ich jage sie mit meiner billigen Kamera. Fotos lassen andere Menschen miterleben, mitleiden und geben Möglichkeit Freude zu teilen. Gottes schönsten Teil der Schöpfung darf ich betreten. Ich sitze in Arusha in einem Hostel und warte bis um 9.00 Uhr das afrikanische Safariauto vorfährt. Ich gebe mich in Gottes Hände!

Auf der Safaritour schaffe ich dank spärlicher Sprachkenntnis Verbindung zu den lässigen Guides und beobachte mit Scham die reichen Wazungutouristen, die denken sie haben Afrika gesehen, weil sie die Serengeti mit dem Auto durchfahren. Die Frage, ob ich Tansaner bin oder wie viele Jahre ich schon hier lebe, fasse ich als Kompliment auf und fühle langsam, dass ich im Kreis des Systems bin und nicht mehr nur von außen beobachte. Ich fange langsam an Mbongopreise (Einheimische) zu zahlen und komme im Geschäft, im Straßensystem, in der Nacht gut zurecht.

Serengeti, Ngorongorokrater – nichts Schöneres habe ich bis jetzt gesehen. Der letzte Garten Eden auf dieser Welt, wo Tierwelt so lebt, wie Gott es vorgesehen hat. Vorbei an den Big Five und durch 1,5 Millionen Gnus und Tausenden von Zebras, begegne ich dem Löwen und Blickkontakt versetzt mich in Respekt und Ehrfurcht. Durch Grassavanne schlendert er als einziger Mann unter drei Löwinnen vor unser Auto und legt sich in den Schatten, den das Auto vor uns wirft. Den Fleischwunden an seinem Rücken und seinem humpelnden Bein ist abzulesen, dass er einem Territoriumkampf als Schwächerer entgangen ist.  Im sicheren Gehege des Safariautos bringt mich sein Anblick fast zu Tränen. Der König der Steppe verlässt sein Land und wird zum Lamm. Der Löwe, das Symbol wilden Abenteuers, endloser Weite, Stärke und Bild für meinen Erlöser. Ich, in mitten Seiner Welt .



Samstag, 31.12.11

Zwei Tage bevor ich in den Flieger gestiegen bin, wurde ich von Waldemar Sardarzuc vor versammelter Menge gewarnt: „Pass auf, dass du dich nicht verliebst!“

Die Sprache erlaubt mir mich langsam näher an die Herzen der Kinder heranzutasten und ich bin völlig verwundert wie viel Nähe und Liebe sie brauchen. Auf dem Weg zum Wassertank komme ich nur selten ohne Umarmung davon, im Wohnzimmer findet fast immer jemand Platz auf meinem Schoß, dass es mir schon fast gar nicht mehr auffällt. Mit Blick in die Sterne spreche ich mit Yoshua über Kindheitsträume bis hin zur Frage, ob ich sie vermissen werde, wenn ich wieder gehe. Sieben verbleibende Monate geben mir allen Grund, das Gespräch über Abschied zu verschieben. Justin will den Abschied bis zum letzten Lebenstag hinausschieben. Im Herzen danke ich Gott, dass er mir die Kraft gibt zu lieben. Unglaublich wie viel Liebe Kinder geben können. Sie haben so viel von dem, was ich mir für meine eigenen Kinder wünsche. Ihre Welt ist nicht mit Technikwelt versaut und es wird mit Stock und Stein gespielt, Bäume werden erklimmt und Hütten gebaut.

Ich überdenke alles Geschriebene und alles, was noch in mir brodelt und stelle fest, ich habe mich verliebt, doch ich verstehe noch nicht warum ich davor gewarnt wurde.



Dienstag, 03.01.12

Nun steht zum ersten Mal eine zwölf am Ende des Datums. Abenteuergeschichten der Kindheit regen einen schön früh dazu an das sichere Umfeld zu verlassen und sein eigenes Abenteuer zu leben. Man träumt von weiter See, weitem Land, dem Blick bis zum Horizont, wenn man sich einmal in alle Himmelsrichtungen dreht. Man wagt den Schritt hinter den Zaum, der geschickt gezogen wurde und will gehen ohne Blick zurück. Die Ferne ist mein Fluchtort, ein Ort der Veränderung, ein Sieb für wahre Freundschaft. Es bleibt, wer wirklich liebt. Nur einen Freund habe ich, der mir bis hier her gefolgt ist und der gemeinsam mit mir Liebe verteilt. Das Leben ist eine ewige Reise in die Ferne bis zu dem Tag, an dem ich endlich völlige Freiheit erlange und mit Flügeln hoch hinauf steige zu dem, der seit meinem ersten Lebenstag gespannt auf mich wartet und sich fragt ob ich und wie ich ankommen werde. Diese Welt besteht einzig und allein aus großer Ferne mit Seelenheil im wirklichen Zuhause.



Sonntag, 08.01.12

Kein Schnee, keine Weihnachtsbeleuchtung, kein Weihnachtsmarkt, keine Weihnachtslieder in den Supermärkten, keine Supermärkte, kein Weihnachtsgebäck, keine Geschenke unterm Weihnachtsbaum, kein Weihnachtsbaum, keine vertrauten Freunde, keine Familie. Dieser große Mangel an Dingen, die Weihnachten um schmücken lässt mich ganz neu verspüren, worum es wirklich geht. Alles was ich für ein gelungenes Fest brauche, ist die Freude an dem Freund, der mir als einziger bis hier her gefolgt ist, der das Sieb der Ferne überstanden hat. Während ich mit der Hacke durch den Hof schlage, verspüre ich Dankbarkeit dafür, dass sich mein bester Freund trotz tiefen Blickes in mein Inneres auf diese Welt begeben hat. Um 9.00 Uhr abends soll der Gottesdienst beginnen in der Kirche ohne Türen und Fenstern, ohne Strom. Dank der Dunkelheit kann ich unbemerkt schlafend Kraft tanken, bis es letztlich in Jubeltanz übergeht, als die Uhr 12.00 schlägt.

Pilau und Kuchen haben den Tag zu etwas besonderen gemacht. Er hat sich weiterhin nicht groß von den anderen unterschieden. Es war mir eine große Freude den Kids die von Deutschen vorbereiteten Weihnachtspakete zu überreichen. Ich habe mich immer gefragt, was meine Eltern immer wieder dazu bewegt habe, mir unverdient Geld zu geben, wenn ich angeschnorrt kam. Jetzt, wo ich selbst in der Position des Gebenden stehe, merke ich wie viel glücklicher es macht zu Geben. Mein wöchentlicher Ausgang in die Stadt beginnt mit lautem Abschiedsrufen „Zawadi!“ (Geschenke). Es tut gut sie spät am Abend dann in einer Reihe vor sich zu haben und die mitgebrachten Lollies zu verteilen. Die Gefahr des Gebens ist der Verfall in Selbstgerechtigkeit und ein Wegblicken von der Gnade, die man selbst zum Leben erhält. Ich bete, dass Liebe das erste, letzte und einzige Motiv jeder meiner Taten ist.

Silvester finde ich mich erneut in der Rohbaukirche für einen Abendgottesdienst wieder. Tanzend und singend übe ich afrikanisch zu feiern. Solch ein Genuss und die Kinder stoppen jeden Ansatz von Heimweh. An die Außenwand der Kirche angelehnt, in einem dunklen Winkel mit Blick in die Sterne mache ich mir klar, wo ich bin und wer ich bin und lege betend alles in Gottes Hände. Im Hintergrund lausche ich wie die Kids sich an dem Bibelratespiel erfreuen und freue mich, dass ich fast alles verstehe. Mit Lobpreis und Gebet hat das neue Jahr begonnen und mit Samuel im Arm spreche ich das erste Gebet. Mwanaidi, eine erste Freundin, fällt mir um den Arm mit den Worten „Heri ya mwaka mpya!“ Jedes Fest der Liebe ist auch immer gleichzeitig eine Erinnerung an die Probleme, die der Liebe im Weg stehen. Es ist mal schön, all diese betrübenden Gedanken, die mit der Liebe konkurrieren in der Ferne zu vergessen. Ich finde nicht die richtigen Worte, um deutlich zu machen, dass ich besondere, seltsame und spezielle Feiertage hatte, die ich für 28 Kids aufgeopfert habe, die ich nun vom Herzen liebe.

Bei einem weiteren Aufstieg des Regenwaldberges hat mein Handy Wasser geschluckt und trotz Notaufnahme beim Fake Fundi gestorben. Der nächste Nokia ähnliche Shop, bei dem ich mein Handy abgegeben habe, besteht aus einer Kiste mit Handyteilen und der Aufschrift „Fundi Simu“. Ein einziger Angestellter, der mir versichert, dass er das Handy in 10 Minuten wieder hinkriegt. Nach ein und halb Stunden redet er sich damit heraus, dass er keine Originalhandys reparieren kann.

Außerdem kann ich keinen Ersatz für meine gestorbenen Ipod Kopfhörer finden. Ich stoße immer nur auf lauten Blechdosensound. Ich leide mit nur einem funktionierenden Ohrhörer.

Gestern am 07.01.12 war Weihnachten. Ich halte ein Paket in den Händen, das mit Liebe vollgestopft wurde. Völlig entstellt und aufgerissen, hoffe ich, dass alles den Weg bis hier her gefunden hat. Mit hüpfendem Herzen fische ich die ganzen Süßigkeiten heraus und reiße erste auf und stopfe meinen Mund, während ich mit der anderen Hand weitergrabe. Mir fehlen die richtigen Worte, um meine Dankbarkeit auszusprechen. Unglaublich wie viele Leute an mich gedacht haben. Jedes Wort habe ich gefressen und hat mich zu tiefst berührt….

Jetzt wurde meine sentimentale Stimmung unterbrochen, weil etwa 14 Jungs mein Zimmer gestürmt haben. Die Gitarre schreit, mein erhaltenes Paket wird erneut ausgepackt, die Fotos durch die Runde gereicht und das Läuten der Bierklingel bringt mich zum Lachen….so, ich habe mein Zimmer jetzt zu einer Ruhestätte gemacht und ihnen in Kollektivunterricht „Chill out man“ beigebracht….

Tanja, dein Brief hat mich zu Tränen gerührt. Wowa, deiner macht einen emotionalen Sprung von melancholisch zu hyper fröhlich. Hat mich sehr gefreut. Das Safaribild von dem Mann in der Wildnis von Devid hat mich glücklich gemacht –eine sehr ausgeprägte Fantasie. Esther und Jana, ihr habt mir solche eine Freude bereitet mit der Tageszeitung, dem Urlaubsfoto am Strand. Ich hab zum ersten Mal den Bürgerbrief gelesen und die Kindheitsfotos haben mich in tiefe Nostalgie versetzt und mich meine Kindheit schätzen lassen. Wie früh wahre Freundschaft doch anfängt^^ Tim und Sherrin, ich bin gespannt, was ich von euch für meine Seele auf dem Stick finden werde. Alles in allem habt ihr eins erreicht: ihr habt mich tiefe Liebe verspüren lassen und mir bewiesen, dass die Ferne Freundschaft nicht fressen kann. Auch wenn ich nicht auf alles eingegangen bin, habe ich doch jede noch so kleine Sache geschätzt und werde mir alles gut aufbewahren und die Süßigkeiten gut einteilen. So schön Socken am Weihnachten auch sind, in Afrika braucht man sie nicht. Aber sie sind und bleiben das beste Weihnachtsgeschenk! DANKE! Danke auch an alle, die mich finanziell unterstützen. Ihr macht mir dieses Jahr möglich und seid mir Segen!